Concept

REINVENT THE SYSTEM

Mikrosteuer auf dem bargeldlosen Zahlungsverkehr
(automatische Mikrosteuer)

Das vorliegende Konzept vertritt eine neue Optik. Neu wird nicht länger der Mensch für seine Arbeit besteuert, besteuert wird in Promille-Ansätzen der gesamte bargeldlose Zahlungsverkehr; dieser umfasst auch die Finanztransaktionen. Die Mikrosteuer auf dem Zahlungsverkehr zielt auf das grösstmögliche Steuersubstrat. Sie ist fair und leicht zu handhaben: bei der Verbuchung jeglicher Zahlung wird die Mikrosteuer einheitlich und automatisiert pro Belastung und pro Gutschrift erhoben. Mit der Mikrosteuer leistet nun auch die Finanzwirtschaft automatisch einen Steuerbeitrag, was Unternehmen und private Haushalte erheblich entlastet. Die Mikrosteuer bringt Transparenz in die Finanzströme. Auf Transparenz haben wir ein Anrecht, denn im Krisenfall haften unsere Steuergelder für das Finanzsystem. Dank ihrer Ergiebigkeit kann die Mikrosteuer im Prinzip sämtliche bestehenden Steuern und Abgaben ersetzen; in der föderalistischen Schweiz soll sie jedoch schrittweise implementiert werden. Vorerst sind Steuern und Abgaben auf Bundesebene abzulösen.

Working Paper
Januar 2013 – 26.März 2019

Felix Bolliger
lic.oec. HSG


Summary

2012 belief sich der Zahlungsverkehr allein schon innerhalb des Swiss Interbank Clearing SIC auf insgesamt CHF 95‘000 Milliarden; erwähnte Summe versteht sich inklusive Giroüberträge auf Konten, welche Finanzinstitute bei der Schweizerischen Nationalbank unterhalten; siehe SNB Statistik C1, Januar 2013 (Anhang 2) *. Hinzu kommen ein hiesiger Devisenhandel von über CHF 50‘000 Milliarden (BIZ Statistik 2013), sowie sämtliche Transaktionen, welche die Finanzinstitute in-house und über Korrespondenzbanken abwickeln. Eine offizielle Statistik liegt für diese Bereiche nicht vor, das Volumen dürfte hier bei CHF 35‘000 Milliarden liegen. Seit 2 Jahrzehnten macht sich eine massive Finanzialisierung der Wirtschaft breit, die ein enormes Steuersubstrat anbietet.
Das vorliegende Konzept verschiebt die Steueroptik. Anstatt Bürger und Unternehmen direkt und indirekt mit insgesamt 30 Prozent Steuern und Abgaben zu belasten, genügt bei CHF 100‘000 Milliarden Zahlungsverkehr rund 1 Promille Mikrosteuer pro Belastung und pro Gutschrift, um den Finanzbedarf der öffentlichen Haushalte von Bund, Kantonen, Gemeinden und öffentlichen Sozialversicherungen abzudecken (aktuell insgesamt CHF 230 Milliarden).
Die automatische Mikrosteuer ist einfach zu verstehen, einfach zu erheben, und ergiebig.

*Statistik C1 wird ab März 2013 abgeändert. Für 2012 werden nunmehr CHF 30‘000 Milliarden ausgewiesen; Giroüberträge auf SNB Konti werden nicht länger berücksichtigt.